Flugfunk

Ein paar Basics und Beispiele


Allgemeines zum Flugfunk
Der Sprechfunk ist immer noch die wichtigste Kommunikation in der Luftfahrt zum Austausch von Freigaben, aktuellen Wettermeldungen, Verkehrsinformationen, Roll-Anweisungen usw.. Aufgrund der veralteten Technik ist es bei stetig steigendem Verkehrsaufkommen notwendig kurz, rasch und trotzdem klar und eindeutig zu kommunizieren. Das erfordert zum einen klare Regeln und zum anderen Disziplin
Mitschriften
Ein wesentlicher Teil der zielgerichteten Kommunikation mit der Bodenstelle ist die Mitschrift. Diese sollte so angelegt sein, dass theoretisch auch Wochen später die erteilte Freigabe oder der betreffende Wetterbericht eindeutig wiedergegeben werden kann.

Wetterberichte sollten daher möglichst in der Originalform mit geringen Abweichungen (zwecks Beschleunigung des Notierens) mitgeschrieben werden. Standardphasen in voller Länge mitzuschreiben ist sinnlos und belastet unnötig.

Kontrollierte Flugplätze
im Gegensatz zu unkontrollierten Plätzen wird für die Benützung der Bodenflächen sowie des Luftraumes (Kontrollzone) eine Freigabe der zuständigen Stelle benötigt. Diese wird üblicherweise per Funk erteilt. In Österreich haben alle kontrollierten Verkehrsflughäfen eine Kontrollzone.

Grundsätzlich werden 3 Arten von Freigaben benötigt, die nahezu immer getrennt übermittelt werden:

1. Befahren von Rollwegen und Abstellflächen

2. Benützung der Pisten (Überqueren, Zurückrollen, „Line up“, Starten und Landen)

3. Benützung des kontrollierten Luftraumes (ATC clearance)

Hinweis: Alle Freigaben müssen vorher erteilt werden. Rollfreigaben beinhalten NIE automatisch die Erlaubnis zum Überqueren von aktiven oder nicht aktiven Pisten!

Flugschule

AFZ - Allgemeines Sprechflugfunkzeugnis für den beweglichen Flugdienst

Sprechfunkdienst in englischer und deutscher Sprache bei Luftfahrzeugfunkstellen, bei Luftfahrzeugerdfunkstellen und bei Bodenfundstellen erforderlich. Für Instrumentenflug ist dies unbedingt erforderlich!

EFZ
BFZ

ICAO-Alphabet

Letter Code Telephony  Letter  Code Telephony
A .  –  Alpha N – .  November
B – . . .  Bravo – – –  Oscar
– . – .  Charlie . – – .  Papa
– . .  Delta – – . –  Quebec
.  Echo . – .  Romeo
. . – .  Foxtrot . . .  Sierra
– – .  Golf  Tango
. . . .  Hotel . . –  Uniform
 I . .  India . . . –  Victor
J . – – –  Juliet . – –  Whiskey
K – . –  Kilo – . . –  X-Ray
L . – . .  Lima – . – –  Yankee
M – –  Mike – – . .  Zulu

Zahlen

Number Code Telephony Pronunciation
0 – – – – – Zero ZEE-RO
1 . – – – – One WUN
2 . . – – – Two TOO
3 . . . – – Three TREE
4 . . . . – Four FOW-ER
5 . . . . . Five FIVE
6 – . . . . Six SIX
7  – – . . . Seven SEV-EN
8  – – – . . Eight AIT
9  – – – – . Nine NIN-ER
Wien Information
In der Luft: die beiden Frequenzen 124,4 MHz und 118,525 MHz bilden die Grundlage für „Wien Information“.

Kostenlose Flugberatung für alle Pilotinnen und Piloten im Sichtflug
Fluginformations- und Alarmdienst für Luftfahrzeuge innerhalb der „Flight Information Region Wien“ (FIR Wien)
Bedarfsorientierte Hilfestellung für eine sicher und zweckmäßige Flugdurchführung
Auskünfte in deutscher und englischer Sprache
„Wien Information“ übt keinen Flugverkehrskontrolldienst aus, die Eigenverantwortlichkeit des Piloten bleibt bestehen!

Hinweis: „Wien Information“ ist es gewohnt und darauf geschult, auch mit jenen PilotInnen, die weniger Erfahrungen am Funk haben, richtig umzugehen. Gerade für Flugschüler und Fluganfänger bietet der Kontakt mit „Wien Information“ eine gute Gelegenheit, sich mit der Phraseologie und dem Funken vertraut zu machen und sollte deshalb von keinem Piloten gescheut werden.

TFI (Terminal Flight Information) - Zuständigkeiten und Erreichbarkeit
    • Terminal Flight Information (TFI) ist gemäß AIP Austria (AD LOWW 2-12, Pkt. 2.18) ein von der Anflugkontrollstelle Wien ausgeübter Dienst für VFR-Flüge in FL 245 und darunter innerhalb der TMA Wien.

 

  • Ergänzt wird dieser Zuständigkeitsbereich um Teile des Luftraumes der CTA Nord (die Begrenzung in Richtung Süden und Westen ist in etwa die gedachte Linie LOGP – LOGM – Melk – LOAB). Grundsätzlich fallen alle Flugplätze, die mit LOAx beginnen in diesen Bereich.Frequenz: 118,525 MHz
    Betriebszeiten: 0900 lokal – ECET (bis spät. 2100 lokal)Der Standort von TFI ist bei der Anflugkontrolle des Flughafens Wien im Tower Wien-Schwechat.Vor bzw. nach dem oben angeführten Dienstbeginn/-schluss übernimmt FIC Wien dieselben Aufgaben im Zuständigkeitsbereich von TFI.Sollte auf der Frequenz 118,525 MHz keine Rückmeldung erfolgen, kann alternativ dazu auf 124,4 MHz gerufen werden.
Vergabe von Squawks
  • Sollten von „Wien Information“ Transponder Codes („Squawks“) vergeben werden, dann nur zur besseren Übersicht am Radarschirm, zur effizienteren Koordination mit Flugverkehrskontrollstellen (TWR, APP, ACC) und zur präziseren Erteilung von Verkehrsinformationen. Die Vergabe von Transpondercodes ist nicht automatisch an eine Identifizierung im Sinne des ICAO Doc 4444 geknüpft. Auch plötzlich auftretende Navigations- und Orientierungsprobleme auf Seiten der Piloten lassen sich durch die Darstellung der Squawks am Radarschirm relativ einfach lösen.
  • Die Vergabe von Squawks obliegt immer dem verantwortlichen FIC-Operator, der über die Notwendigkeit der Vergabe individuell entscheidet (z.B. aufgrund von fehlender Radarabdeckung oder aufgrund kurzen Verweilens des Luftfahrzeuges auf der Frequenz).
  • Die Phrase „request flight following“ sollte aufgrund der in Österreich fehlenden gesetzlichen Definition vermieden werden. Dieses Service kann von „Wien Information“ nicht ausgeübt werden.
  • Der VFR Pilot behält auch nach dem Erhalt eines individuellen Transponder Codes, immer die letzte Verantwortung über sein LFZ. „Wien Information“ hat keine Mittel, Ratschläge in Bezug auf die Hindernisfreiheit oder den Verbleib in Sichtflugwetterbedingungen (VMC) zu erteilen. Die Verantwortung für die Hindernisfreiheit und das Freibleiben von freigabepflichtigen Lufträumen bzw. für den Verbleib in Sichtflugwetterbedingungen (VMC) liegt immer beim verantwortlichen Piloten.

Prüfung- Ablauf

Für die Durchführung der Prüfung ist die Fernmeldebehörde erster Instanz zuständig.

 

Fernmeldebüro für Steiermark und Kärnten

Conrad-von-Hötzendorf-Straße 86
8010 Graz

Telefon: 01 711 62 65 4600;
Fax: 01 711 62 65 4609;

eMail: fb.graz@bmvit.gv.at
Web: www.bmvit.gv.at

Weitere Informationen zur Behörde findet man auf der Website des BMVIT

Die Anmeldung zur Prüfung hat rechtzeitig (Abhängig von der Nachfrage nach Prüfungsterminen) mittels Antragsformular bei der Behörde zu erfolgen. Bei Anmeldung erforderliche Beilagen (im Original):

 

Geburtsurkunde
Meldezettel
zwei Lichtbilder

Die Funkprüfung besteht aus 3 Teilen:

 

  1. Wissensfragen zu Verfahren, Recht und Technik im multiple choice Verfahren
  2. Übersetzung eines Englischen Notam Textes ins Deutsche
  3. Funkgespräch mit einem Prüfer

Sichtflug von Vöslau nach Linz, Kennzeichen OE-KCM, Typ: Piper 28

 

  1. Englisch: Sie rufen Wr. Neustadt Flugplatz machen einen Funktest auf Frequenz 122,65 MHz und verlangen Abfluginformationen.
  2. Deutsch: Über Baden rufen sie Wien Turm auf Frequenz 119,40 MHz und erbitten das Durchfliegen durch die Kontrollzone und das Verlassen der Kontrollzone über Klosterneuburg.
  3. Englisch: Über Klosterneuburg rufen sie Wien Information auf Frequenz 118,525 MHz und und erbitten das Flughafenwetter von Salzburg. (Wichtig: korrekte Positionsmeldung)

Jeder Punkt ist unabhängig von dem vorhergehenden. D.h. keinen fließende Übergänge

Fernmeldebüro für Steiermark und Kärnten

Fernmeldebüro für Steiermark und Kärnten

Conrad-von-Hötzendorf-Straße 86
8010 Graz
Telefon: 01 711 62 65 4600;
Fax: 01 711 62 65 4609;
eMail: fb.graz@bmvit.gv.at
Web: www.bmvit.gv.at

Lenkverzeichnis

 SKYbrary

Eine tolle Seite mit vielen nützlichen Informationen

 www.skybrary.aero

pdf-Book: A Guide to Phraseology (EN)

 EUROCONTROL

Auch EUROCONTROL hat eine Trainings-Zone

 trainingzone.eurocontrol.int

Unter Tools findet man ein Beispiel. (EN)